DiETZtory

Die Anfänge

Dietz Multitalent

Geboren wurde ich im Tiroler Ort Breitenwang, an jenem Tag, an dem Freddie Mercury seinen achtzehnten Geburtstag feierte. Popologen können sich mit diesem Hinweis gerne mein Alter und mein Geburtsdatum ausrechnen. Die schlimmste Erfahrung im Vorschulalter war für mich die Bühnenerfahrung: für eine Kindergartenvorführung verweigerte ich als einziges Kind einen Auftritt. Auch später bekam ich kaum den Mund auf, außer vielleicht zum Blockflötespielen.

Denn musikalisch war ich offensichtlich. Auf Geheiß der Eltern spielte ich auch jahrelang Cello, während ich als Autodidakt freiwillig Klavier und Gitarre lernte. mit Hofer Als ich 1978 mit meinem Schulfreund Walter Delacher eine Band mit dem Namen HOFER gründete, in der ich das Handwerk des Bassisten ausübte, stellte sich das Problem der fehlenden Singstimmen. Ich beschloss also, meinen Mund zu öffnen und zu singen. Exzessives Üben während des Stimmbruchs bewirkte den Verlust meines Jodelvermögens. Doch Volksmusik war sowieso nie meine Sache gewesen. Eher berührten mich Melodien der Beatles und der Rolling Stones. Songs dieser beiden Bands machten auch einen großen Teil des ersten HOFER - Programms aus.

Eine größere Herausforderung als Songs zu covern war für mich jedoch das Komponieren eigener Stücke. Bereits mit 16 Jahren hatte ich über zwanzig Songs geschrieben, von denen viele im HOFER-Repertoire Eingang fanden.

Die Achtziger

Ein Blues mit dem Titel "Lay-by Baby" fand sogar den Weg ins Radio, und zwar in die Ö3-Sendung "Von Abba bis Zappa", die Gotthard Rieger moderierte. Wir hatten eine Proberaumaufnahme an ihn geschickt und ließen den Sender mit Fanpost bombardieren, mit der Bitte, dieses Lied doch zu spielen. Mit der Ausstrahlung von "Lay-by-Baby" auf Ö3 am 12.7.1980, hatte ich mit knapp 16 Jahren etwas geschafft, von dem viele junge österreichische Popmusiker/innen vergeblich träumten und in Zeiten des internationalen Einheitsbreies auf Ö3 wahrscheinlich auch vergeblich träumen werden.

Nach diesem frühen Triumph als Singer/Songwriter konnte es in meiner popmusikalischen Karriere eigentlich nur noch wieder abwärts gehen, wenn man Air-play auf Ö3 als Maßstab setzt. Doch trotz der Tendenzen, den bürgerlichen Lebensweg einzuschlagen (als Student, später Lehrer und dreifacher Vater mit Hobbys wie Sport, Geschichtswissenschaft, Schriftstellerei und Grünpolitik), erlebte ich weiterhin einige Höhen und Tiefen des Rock'n'Roll-Geschäfts. Innerhalb Tirols erarbeitete ich mir einen gewissen Bekanntheitsgrad durch meinen Einsatz als Sänger und musikalisches Multitalent im reproduzierenden Musikgewerbe (Coverbands MakeUp, Nevergreens, 2 of Us, Musicals). Einen Überblick über meine Bands und musikalischen Projekte habe ich hier in meinem "Bandorama" zusammengestellt.

Dietz am Cello

Die Neunziger

Mein eigentliches künstlerisches Ziel blieb jedoch über die Jahre hinweg immer das Liedermachen ("Song-Writing"). Im Rahmen der von Josi Prokopetz moderierten ORF-Sendung "Checkpoint live" schaffte es 1991 eine Eigenkomposition sogar zu Radio- und TV-Ehren, nämlich das Lied "Clara", interpretiert von meiner heute noch bestehenden Ball- und Festlband MakeUp. Auch als Duopartner von Hansjörg Trabesiner innerhalb der Tiroler Formation " 2 of Us & Band" steuerte ich Kompositionen bei, von denen zwei auf einer (zwar wenig beachteten, aber dafür noch erhältlichen) Demo-CD erschienen. Größter öffentlicher Erfolg dieser Gruppe war die Teilnahme im Finale des ABC-Band-Wettbewerbs 1996 in Wien.

Nach dem Abschluss eines Lehramtsstudiums in Fächern, die mir über Jahre hinweg die Arbeitslosigkeit sichern würden, kaufte ich mir 1998 meine erste Western-Stahlsaiten-Gitarre. Ich klemmte mich hinter dieselbige und schrieb nach langer schöpferischer Pause wieder eine erkleckliche Anzahl neuer Lieder.

Doch empfand ich das Korsett der nur mangelhaft beherrschten englischen Sprache als zu eng und ich versah meine Lieder mit Dialekttexten wobei ich jene Mundart wählte, die ich mir in meinen 25 Innsbrucker Jahren angeeignet hatte. Ausgestattet mit meinem uralten Spitznamen "Dietz" begab ich mich auf die Suche nach Mitmusikern und dem passenden Sound, bestritt den steinigen Weg durch die Clubs, gab etliche Live-Konzerte in Tirol, aber auch in Wien und Bregenz und nahm nach einer über dreijährigen "Sondierung" das wichtigste Projekt in Angriff, die Aufnahme eines ganzen Albums!

Die Zweitausender

Mit der im November 2003 herausgebrachten CD "oan hebm" entstand schließlich ein sehr privater, trotzdem (nicht nur aus meiner Sicht) gelungener Tonträger. Mein Songwriter - Hintergrund paart sich darin gediegen mit dem rockigen Produktionsstil und Gitarrespiel meines Musikerfreundes Martin Nitsch, für den perfekten Groove sorgten Mark Maier am Bass und Georg Tausch am Schlagzeug.

Dietz live

Seit 2004 gibt es das abendfüllende Programm "ungschminkt", in wechselnder Besetzung (zwischen Trio und Septett) und mit ausschließlich in Tiroler Mundart interpretierten Songs (selbst übersetzte Covers und eigene Lieder). Einen Ausschnitt daraus gab es im November 2005 im Innsbrucker Treibhaus mit vielen illustren Gästen der Tiroler Musikszene.

2006 verschlug es mich auch ins kabarettistische Fach, in dem ich mit dem Programm "Vorhang auf" und "Magister Pfister zieht alle Register" (2009) überraschend gut reüssierte (Nominierungen für "Bierstindlröhre", "Freistädter Frischling" und dem Kabarettpreis "Jackpot" der Casinos Austria).

2010 erschien als "Retro-Speck-Tiefe" die CD "Rock'n'Roll für Nordtirol", herausgebracht vom jungen Tiroler Label/Verlag "topart-Music".

Meinen Hang zu gereimten Geschichten konnte ich in interessanten Projekten ausleben, etwa dem Auftragswerk "Strinderella", einem musikalischen Märchen in Gedichtform, aufgeführt vom Jugendstreichorchester "Stringendo", sowie im eigenen Programm "Reime, Raps & Rock'n'Roll", das alle meine Leidenschaften verknüpft.

Die Zweitausendzehner

Die nächste Dekade begann etwas ruhiger. Live spielte ich vor allem mit meinem fast schon sprichwörtlichen "Freund Hans", künstlerisch stellte ich meine Kreativität unter das Motto "Dialekt mich doch alle am Arsch!", indem ich einige Songs auf Hochdeutsch schrieb und damit ins Studio ging. Ein lustiges Video ist dabei entstanden.

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Bandorama

Bands und musikalische Projekte mit Dietz-Beteiligung.

1979-83

HOFER

HOFER

1984-86

völlig wurscht

völlig wurscht

1985-87

Seven Up

Seven Up

1987-89

SuperShuts

SuperShuts

1987-cont.

MakeUp

MakeUp

1990-94

Allen Felix

Allen Felix

1991-93

Vocal Affair

Vocal Affair

1993-97

2 of Us

2 of Us

1995/1999

Musical-Rollen

Musical-Rollen

1997-cont.

The Nevergreens

The Nevergreens

2002-cont.

Duo Fuzz

Duo Fuzz

2004-cont.

Lords of the Chords

Lords of the Chords

über die aktuelle DIETZ Band